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Der nextleader führt gesund – sich und andere

Können Führungskräfte mit Ihrem Führungsverhalten ursächlich für erhöhte Krankheitstage und auffällige Fehlzeiten sein? Kann Führung tatsächlich krank machen? Ja, das kann sie. Führungskräfte haben einen bedeutsamen Einfluss auf den Erhalt und die Förderung der psychischen Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Und psychische Gesundheit wirkt sich wiederum auf physische Gesundheit aus. Eine Vielzahl an Studien belegt den Zusammenhang zwischen Führung und Gesundheit der Mitarbeiter. Mitarbeiter, die durch ihren Vorgesetzten wenig unterstützt werden, leiden vermehrt unter Nacken- und Schulterbeschwerden sowie unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mitarbeiter, die hingegen Unterstützung durch ihren Vorgesetzten erfahren, sind stressresistenter und deutlich weniger in Ihrer Stimmungslage beeinträchtigt. Studien haben zudem ergeben, dass soziale Unterstützung durch die nächsthöhere Ebene, die Arbeitszufriedenheit erhöht. Gereiztheit, arbeitsbezogene Ängste sowie Erschöpfungsdepressionen kommen bei Mitarbeitern, die sich sozial unterstützt fühlen, seltener vor. Sie haben ein höheres Selbstwertgefühl und weisen eine deutlichere Lebenszufriedenheit auf. Der nextleader sollten demnach vor allem eines tun: gesund führen und mit dem persönlichen Führungsstil einen Beitrag dazu leisten, dass die eigenen Mitarbeiter psychisch und physisch gesund bleiben.
Bild Strametz: Der nextleader führt gesund – sich und andere

Den Führungskräften, die aufgrund ihrer immensen Arbeitsbelastung nun die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, sei gesagt: Gesund Führen bedeutet nicht Mehrarbeit! Gesund Führen bedeutet vor allem Ressource für den Mitarbeiter sein und dafür müssen Sie als Führungskraft keine Überstunden machen. Gesunde Führung ist in der Regel nicht mit Mehrbelastung verbunden, sondern vor allem durch eine wertschätzende und interessierte Grundhaltung den Mitarbeitern gegenüber geprägt.

Zu dieser Grundhaltung kann ich als Führungskraft nur gelangen, wenn ich mich selbst achte und wertschätze. Nur wenn ich gut zu mir bin, kann ich auch gut zu anderen sein. Selbstfürsorge ist der Grundbaustein für gesunde Führung. Hier gilt es, mich als Führungskraft mit meinen Bedürfnissen und Defiziten auseinander zu setzen und Antworten auf die folgenden Fragen zu finden: „Wie geht es mir? Was brauche ich? Was fehlt mir? Wie kann ich dafür Sorge tragen, dass es mir gut geht und mir die Arbeit Spaß macht?“ Ein spanisches Sprichwort bringt den Sachverhalt auf den Punkt: „Ein Mensch, der zu beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist wie ein Handwerker, der keine Zeit hat, seine Werkzeuge zu pflegen.“ Wenn ich mich also als Führungskraft vernachlässige, bin ich auch nicht mehr in der Lage meine Führungsaufgabe kraftvoll und gewissenhaft zu erfüllen.

Nur wenn ich für mich selbst einen Blick habe, habe ich als nextleader die Ressourcen, für meine Mitarbeiter Sorge zu tragen. Dazu gehört dann im ersten Schritt die eigene Belastung zu prüfen, um eine mögliche „Stress-Ansteckung“ der eigenen Mitarbeiter zu vermeiden. Vielen Führungskräften ist nicht bewusst, dass sie ihr Führungsverhalten unter Druck massiv verändern und damit eine Atmosphäre der Hektik und des Drucks verbreiten, die das konzentrierte Arbeiten der Mitarbeiter erschwert.

In der Kooperation und Delegation sind dann weitere Bausteine der gesunden Führung zu berücksichtigen, die hier mit Empfehlungen für den nextleader verbunden werden:

  1. Unterstützung anbieten: Als Führungskraft können Sie Belastung und Ressource zugleich sein. Indem Sie emotionale und soziale Unterstützung geben fungieren Sie als Ressource und mindern den spürbaren Druck beim Mitarbeiter. Ihr Mitarbeiter weiß: auch wenn es heiß hergeht, mein Chef steht an meiner Seite.
  2. Interesse zeigen: Intensivieren Sie den Kontakt und den Austausch mit ihren Mitarbeitern. Begrüßen Sie Ihre Mitarbeiter am Morgen persönlich, gratulieren Sie jedem Mitarbeiter zum Geburtstag, führen Sie Willkommensgespräche nach jeder Erkrankung. Sie signalisieren dadurch Interesse und zeigen Ihrem Mitarbeiter „Sie sind mir wichtig!“.
  3. Offene Kommunikation pflegen: Zeigen Sie, dass Sie für Kritik und Konflikte ein offenes Ohr haben und dass es Ihnen offene und ehrliche Kommunikation ein zentrales Anliegen ist. Führen Sie regelmäßige Mitarbeitergespräche und gehen Sie Konflikte aktiv an.
  4. Transparenz leben: Gerade in Zeiten der Veränderung ist Ehrlichkeit und Transparenz wichtig. Achten Sie darauf, dass relevante Informationen ohne Verzögerung direkt bei Ihren Mitarbeitern ankommen. So lässt sich ein Hochkochen in der Gerüchteküche im Keim ersticken.
  5. Belastungen erkennen: Seien Sie sensibel für die Stress-Symptomatik ihrer Mitarbeiter. Wenn Sie Veränderungen im Aussehen oder im Verhalten bemerken, sprechen Sie diese an. Fragen Sie, was los ist und bieten Sie Ihre Unterstützung an. Wenn Sie das Gefühl haben, das gesamte Team ist belastet, aber die Ursachen bleiben diffus, gehen Sie diesen nach z.B. durch Gespräche oder in Workshops.
  6. Stress minimieren: versuchen Sie, Belastung zu minimieren, indem Sie z.B. Arbeitsabläufe optimieren. Es kann ebenso hilfreich sein, störungsfreie Zeiten einzurichten, denn viele Mitarbeiter werden durch permanente Unterbrechungen an konzentriertem Arbeiten gehindert. Seien Sie kreativ, wenn es um den Abbau von Belastungen geht. Bei sich und bei anderen.

Als nextleader haben Sie mehr Einfluss auf die Anwesenheit Ihrer Mitarbeiter als es Ihnen bisher bewusst war. Gesund führen, das ist einfacher als man denkt. Sie brauchen dafür keine besondere Qualifikation, dafür eine ordentliche Person Selbstfürsorge und Menschenfreundlichkeit. Fangen Sie bereits morgen damit an, Veränderungen umzusetzen. Oft sind es die bereits kleinen Dinge, die eine große Wirkung erzeugen! Viel Erfolg.

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